Rumänien Tourismus: Reiseführer für Regionen, Städte und Sehenswürdigkeiten
Dieser Reiseführer zum Tourismus in Rumänien beschreibt die Regionen des Landes, seine Städte und Sehenswürdigkeiten. Die Ziele sind auf einer Karte eingetragen, von Bukarest und Siebenbürgen bis zur Maramureș und zum Donaudelta am Schwarzen Meer.
Unter „Reiseplanung von A bis Z“ finden Sie Einreise, Geld, Maut, Klima und Reisezeit. Ein eigener Bereich stellt Gerichte der rumänischen Küche mit Rezept und Herkunft vor. Die Beiträge richten sich an Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine Rundreise, eine Städtereise oder Wanderungen in den Karpaten planen.
Reiseziele auf der Karte
39 Städte und Sehenswürdigkeiten, nach den historischen Regionen gefärbt. Ein Punkt führt zum Beitrag.
- Siebenbürgen Sighișoara, Cluj-Napoca, Brașov, Sibiu und 7 weitere
- Bukarest und Walachei Centrul Vechi, București, Arcul de Triumf, Sfinxul din Bucegi und 8 weitere
- Banat und Crișana Timișoara, Oradea, Arad, Băile Herculane
- Maramureș Satu Mare, Cimitirul Vesel, Mocănița de pe Valea Vaserului
- Bukowina und Moldau Galați, Mănăstirea Sucevița, Iași
- Dobrudscha und Donaudelta Constanța, Mamaia, Delta Dunării, Vama Veche
Wann wohin
Wann Passstraßen offen sind, wann am Schwarzen Meer gebadet wird und wann Ski- und Weinlesezeit ist. Jede Zeile führt zum Beitrag mit den Einzelheiten.
Ein halbes Feld: nur Teil des Monats. Passstraßen öffnen je nach Schneelage früher oder später. Stand der Angaben: November 2026.
Reiseplanung von A bis Z
- Anreise
- Flüge ab Deutschland nach Bukarest und in weitere Städte wie Cluj-Napoca, Sibiu und Timișoara; bei Verspätung gilt die EU-Verordnung 261/2004.
- Einreise
- Seit 1. Januar 2025 ist Rumänien vollständig im Schengen-Raum.
- Geld
- Landeswährung ist der rumänische Leu (RON), nicht der Euro.
- Klima und Reisezeit
- Mild an der Küste, kontinental im Landesinneren, alpin in den Karpaten.
- Maut
- Für Autobahnen und Nationalstraßen ist die elektronische Vignette (Rovinieta) Pflicht.
- Sprache
- Amtssprache ist Rumänisch; Übersetzer-Apps helfen bei Speisekarten und Schildern.
- Strom
- Steckdosen Typ C und F, 230 V; Stecker aus Deutschland und Österreich passen meist ohne Adapter.
- Telefon
- Ländervorwahl +40; innerhalb der EU gelten die Roaming-Regeln.
- Uhrzeit
- Rumänien ist Deutschland ganzjährig eine Stunde voraus (Osteuropäische Zeit).
Essen und Trinken
Suppen mit Sauerrahm, Sarmale, Mămăligă und Mici vom Grill: die Klassiker der rumänischen Küche mit Rezept und Herkunft.
Ciorbă de burtă – Ein Klassiker der rumänischen KücheCiorbă de burtă ist eine cremige, säuerliche rumänische Kuttelsuppe mit Knoblauch und Sauerrahm. Herkunft, klassisches Rezept mit Mengenangaben und Serviertipps.
Sarmale – Ein traditionelles rumänisches FestmahlSarmale sind mit Reis und Hackfleisch gefüllte Sauerkrautrollen und gelten als rumänisches Festtagsgericht, vor allem an Weihnachten und Silvester. Herkunft, Zubereitung, regionale Varianten und Rezeptquellen.
Mămăligă: Ein rumänisches Nationalgericht mit TraditionMămăligă ist ein rumänischer Maisbrei, verwandt mit italienischer Polenta und ungarischer Puliszka. Geschichte, klassisches Rezept mit Mengenangaben, Varianten wie Bulz und Serviertipps.
Mici – Rumäniens beliebte GrilldelikatesseMici sind gewürzte, hüllenlose Röllchen aus Rinder-, Lamm- und Schweinehack vom Grill. Herkunftslegende, die EU-Debatte um Natriumbikarbonat 2013/2014, Rezept und Zubereitung.
Papanași: Ein süßes Vergnügen aus RumänienPapanași sind rumänische Quarkklöße, gebacken oder frittiert und mit Schmand und Konfitüre serviert. Herkunft, Namensdeutung, klassisches Rezept und Serviertipps.
Cozonac – Rumäniens traditioneller Festtags-HefekuchenCozonac ist ein süßes rumänisches Hefegebäck mit Walnuss- oder Mohnfüllung, das zu Ostern, Weihnachten und Neujahr gebacken wird. Geschichte, Rezept und regionale Varianten.
Neue Beiträge
Vama Veche: Strand, Geschichte und Anreise ans Schwarze MeerDobrudscha und DonaudeltaVama Veche (Gemeinde Limanu), Kreis ConstanțaSüdlichster Badeort Rumäniens an der Grenze zu Bulgarien, bis Ende der 1990er-Jahre Fischerdorf, mit Meeresschutzgebiet bis 2 Mai.
Sinaia: Kloster, Seilbahn auf den Bucegi und WandernBukarest und WalacheiSinaia, Kreis PrahovaFerienort im Prahova-Tal mit Kloster von 1695, Seilbahn bis Cota 2000, Wanderwegen im Bucegi und Schloss Peleș nebenan.
Alba Iulia (Karlsburg): Zitadelle Alba Carolina und AnreiseSiebenbürgenAlba Iulia, Kreis AlbaVauban-Festung Alba Carolina mit Krönungskathedrale, St. Michael und Saal der Vereinigung von 1918; Gelände frei zugänglich.
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Rumänien im Überblick
Rumänien liegt in Südosteuropa am Schwarzen Meer. Das Land ist 238.398 km² groß und hatte am 1. Januar 2026 rund 19,04 Millionen Einwohner. Hauptstadt ist Bukarest. Seit 2007 gehört Rumänien zur Europäischen Union.
Geographische Lage
Rumänien grenzt an fünf Staaten: im Norden und Osten an die Ukraine und die Republik Moldau, im Süden an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn. Die Landesgrenze ist rund 3.150 km lang. Die Donau fließt auf rund 1.075 km durch Rumänien oder an seiner Grenze entlang. Sie trennt das Land von Serbien und Bulgarien und mündet im Donaudelta ins Schwarze Meer.
Landschaften und Grenzen
Die Karpaten ziehen sich als Bogen durch das Land. Sie gliedern sich in Ostkarpaten, Südkarpaten und Westkarpaten. Der höchste Gipfel ist der Moldoveanu in den Südkarpaten mit 2.544 m. Innerhalb des Bogens liegt das Hochland Siebenbürgens. Außerhalb schließen sich Hügelländer und Ebenen an:
- im Süden die Rumänische Tiefebene zwischen Südkarpaten und Donau,
- im Osten das Moldauische Plateau zwischen Ostkarpaten und Pruth,
- im Westen die Westebene am Rand der Pannonischen Tiefebene,
- im Südosten die Dobrudscha zwischen Donau und Schwarzem Meer.
Klima und regionale Unterschiede
Der staatliche Wetterdienst ANM beschreibt das Klima als gemäßigt-kontinental mit Übergangscharakter. Je nach Region wirken andere Einflüsse:
- Westen: Tiefdruckgebiete vom Atlantik bringen mildere Temperaturen und mehr Niederschlag.
- Banat und Oltenien: mediterrane Note mit milden Wintern und mehr Regen, vor allem im Herbst.
- Osten: ausgeprägt kontinentales Klima.
- Maramureș und Bukowina: skandinavisch-baltischer Einfluss, feuchter und kälter, mit strengen Wintern.
- Dobrudscha: Einfluss des Schwarzen Meers, mit seltenen, aber heftigen Regenfällen.
- Karpaten: kühles Bergklima mit hoher Luftfeuchte im ganzen Jahr.
Durchschnittswerte und die beste Reisezeit je Region stehen in der Klimatabelle Rumänien.
Regionen Rumäniens
Der Reiseführer teilt Rumänien in sechs Reiseregionen ein, die den historischen Landschaften folgen. Auf der Karte oben sind sie farbig markiert.
| Region | Landschaft | Klima | Bekannte Ziele |
|---|---|---|---|
| Siebenbürgen | Hochland innerhalb des Karpatenbogens | gemäßigt-kontinental, in den Bergen kühles Bergklima | Brașov, Sibiu, Sighișoara |
| Bukarest und Walachei | Rumänische Tiefebene zwischen Südkarpaten und Donau | kontinental, in Oltenien mediterrane Note | Bukarest, Schloss Peleș in Sinaia, Transalpina |
| Banat und Crișana | im Westen Ebene, im Osten Gebirge | Einfluss des Atlantiks, im Banat mediterrane Note | Timișoara, Oradea, Arad |
| Maramureș | Norden an der Grenze zur Ukraine, Täler von Iza und Mara | feuchter und kälter, strenge Winter | Fröhlicher Friedhof von Săpânța, Wassertalbahn in Vișeu de Sus |
| Bukowina und Moldau | Moldauisches Plateau zwischen Ostkarpaten und Pruth | ausgeprägt kontinental, im Norden feuchter und kälter | Kloster Sucevița, Galați |
| Dobrudscha und Donaudelta | Plateau zwischen Donau und Schwarzem Meer, Donaudelta | Einfluss des Schwarzen Meers, seltene, heftige Regenfälle | Constanța, Mamaia, Donaudelta |
Geschichte Rumäniens
Die Fürstentümer Walachei und Moldau entstanden im 14. Jahrhundert. 1859 wählten beide denselben Fürsten, Alexandru Ioan Cuza. 1862 wurden sie unter dem Namen Rumänien vereinigt, Hauptstadt wurde Bukarest. Weitere Daten:
- 1878: Unabhängigkeit, bestätigt im Berliner Vertrag. 1881 wird Rumänien Königreich.
- 1918: Bessarabien, die Bukowina und Siebenbürgen schließen sich an. Die Versammlung von Alba Iulia beschließt den Anschluss Siebenbürgens am 1. Dezember 1918, heute Nationalfeiertag. Bis 1940 umfasst Großrumänien 295.049 km².
- 1947: König Michael dankt am 30. Dezember ab, die Volksrepublik wird ausgerufen.
- 1955: Rumänien ist Gründungsmitglied des Warschauer Pakts, des Militärbündnisses der Ostblockstaaten unter Führung der Sowjetunion.
- 1965: Nicolae Ceaușescu übernimmt die Führung der Kommunistischen Partei.
- Dezember 1989: Die Revolution beginnt in Timișoara. Ceaușescu wird am 25. Dezember hingerichtet.
- 1991: Eine Volksabstimmung nimmt die neue Verfassung an.
- 29. März 2004: Beitritt zur NATO.
- 1. Januar 2007: Beitritt zur Europäischen Union.
- 2024 und 2025: Beitritt zum Schengen-Raum, zuerst an den Luft- und Seegrenzen (31. März 2024), dann an den Landgrenzen (1. Januar 2025).
Kultur, Sprache und Bevölkerung
Sprache
Amtssprache ist Rumänisch. Es ist eine romanische Sprache, die aus dem Lateinischen hervorging. Bis 1862 wurde sie mit kyrillischen Buchstaben geschrieben, heute mit lateinischen und den Sonderzeichen ă, â, î, ș und ț. Beim Zensus 2021 nannten 91,6 Prozent der Befragten mit Angabe Rumänisch als Muttersprache, 6,3 Prozent Ungarisch. In Gemeinden mit einem bedeutenden Anteil einer nationalen Minderheit dürfen Bürger deren Sprache auch bei den örtlichen Behörden verwenden. Amtssprachen sind Ungarisch oder Deutsch dadurch nicht. Wege zu ersten Sprachkenntnissen zeigt der Beitrag Rumänisch lernen.
Bevölkerung und Religion
Von den Einwohnern mit Angabe zur Volkszugehörigkeit bezeichneten sich beim Zensus 2021 89,3 Prozent als Rumänen, 6,0 Prozent als Ungarn und 3,4 Prozent als Roma. Zur deutschen Minderheit zählten 22.907 Menschen. 85,5 Prozent der Befragten mit Angabe zur Religion gehören der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an. Größte Stadt ist Bukarest mit 1.716.961 Einwohnern, es folgen Cluj-Napoca (286.598), Iași (271.692), Constanța (263.688), Timișoara (250.849) und Brașov (237.589). Zwischen Anfang 2024 und Anfang 2026 sank die Einwohnerzahl des Landes um rund 26.000.
Kulturerbe und Traditionen
Elf Stätten in Rumänien stehen auf der Welterbeliste der UNESCO. Dazu gehören das Donaudelta (1991), die Dörfer mit Kirchenburgen in Siebenbürgen wie Biertan (1993, erweitert 1999), die bemalten Kirchen der Moldau (1993, erweitert 2010), die Altstadt von Sighișoara (1999) und die Holzkirchen der Maramureș (1999). Als immaterielles Kulturerbe führt die UNESCO unter anderem die Liedform Doina (2009), die Keramik aus Horezu (2012), das Colindat der Männergruppen zur Weihnachtszeit (2013), die Bräuche zum 1. März (2017) und die bestickte Bluse mit Altiță (2022, gemeinsam mit der Republik Moldau).
Staat und Wirtschaft
Rumänien ist eine semipräsidentielle Republik. Das Parlament besteht aus Abgeordnetenkammer und Senat. Der Präsident wird direkt gewählt, seine Amtszeit beträgt fünf Jahre. Das Land gliedert sich in 41 Kreise (județe) und die Hauptstadt Bukarest. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2025 nach Angaben der Weltbank bei rund 429 Milliarden US-Dollar. Wichtigster Handelspartner ist Deutschland; das Handelsvolumen lag 2024 bei über 42 Milliarden Euro. Landeswährung ist der Leu. Rumänien hat sich verpflichtet, den Euro einzuführen, sobald es die Voraussetzungen erfüllt.
Landesdaten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Hauptstadt | Bukarest (1.716.961 Einwohner, Zensus 2021) |
| Einwohner | 19.041.322 (1. Januar 2026, INS/Eurostat) |
| Fläche | 238.398 km² |
| Amtssprache | Rumänisch |
| Währung | Rumänischer Leu (RON) |
| Zeitzone | Osteuropäische Zeit (UTC+2, Sommerzeit UTC+3), Deutschland plus 1 Stunde |
| Telefonvorwahl | +40 |
| Staatsform | semipräsidentielle Republik |
| Nationalfeiertag | 1. Dezember |
| EU | Mitglied seit 1. Januar 2007 |
| NATO | Mitglied seit 29. März 2004 |
| Schengen | Luft- und Seegrenzen seit 31. März 2024, Landgrenzen seit 1. Januar 2025 |
Quellen: Nationales Statistikinstitut INS (Zensus 2021), Eurostat, Europäische Union, NATO, Verfassung Rumäniens. Stand: November 2026.
Tourismus in Rumänien
2025 zählten die Beherbergungsbetriebe in Rumänien 13,9 Millionen Ankünfte. 81 Prozent der Gäste kamen aus dem Inland, 2,6 Millionen aus dem Ausland. Größtes ausländisches Herkunftsland war Deutschland mit 246.966 Ankünften, vor Italien mit 225.407. 2023 waren es aus Deutschland 218.459 (Daten des INS, veröffentlicht von Eurostat).
Das Auswärtige Amt weist auf eine größere Bärenpopulation in den Karpaten hin; es gab mehrere schwere, teils tödliche Angriffe auf Passanten und Wanderer. Fahrzeuge brauchen die Straßenvignette Rovinieta, sonst drohen hohe Bußgelder.











