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Beitragsbild: mit KI erstellt — keine Original-Fotografie

Die Transfagarasan durchquert auf rund 90 Kilometern die Karpaten und erreicht an ihrem höchsten Punkt 2.042 Meter. Erbaut zwischen 1970 und 1974, verbindet die Passstraße die Walachei mit Siebenbürgen und zählt seit einer Präsentation in der britischen Sendung Top Gear 2009 zu den bekanntesten Panoramastraßen Europas.
Geschichte: Vom Militärprojekt zur Touristenattraktion
Nicolae Ceaușescu ließ die Transfagarasan als strategische Route bauen, als Reaktion auf die geopolitischen Spannungen nach dem Prager Frühling 1968 – im Ernstfall sollte sie schnelle militärische Mobilität durch die Karpaten ermöglichen. Gleichzeitig war sie als touristisches Projekt gedacht. 2009 machte der britische Moderator Jeremy Clarkson die Straße in der Sendung Top Gear international bekannt, als er sie als eine der besten Straßen der Welt bezeichnete.
Landschaft entlang der Strecke

Die Route führt durch das Fogarascher Gebirge, den höchsten Teil der Südkarpaten, und passiert den Bâlea-See – einen Gletschersee, der zugleich beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen ist. Unterwegs lassen sich lokale Spezialitäten wie Bulz Ciobănesc, ein traditionelles Käsegericht, probieren.
Bären an der Transfagarasan
In den Wäldern der Karpaten leben nach Schätzungen des rumänischen Umweltministeriums rund 7.500 bis 8.000 Braunbären – die größte Braunbärenpopulation der EU außerhalb Russlands. Entlang der Transfagarasan kommt es dadurch wiederholt zu Begegnungen zwischen Bären und Reisenden: Laut Umweltministerium wurden zwischen 2016 und 2021 landesweit 154 Bärenangriffe registriert, bei denen 14 Menschen starben und 158 weitere verletzt wurden. Ein Teil dieser Vorfälle geht darauf zurück, dass Touristen Bären am Straßenrand aus dem Auto heraus füttern, was die Tiere anlockt und Konflikte provoziert.
Die rumänische Regierung hat als Reaktion auf die wachsende Bärenpopulation die jährliche Abschussquote deutlich erhöht, was bei Umweltschutzorganisationen auf Kritik stößt. Berichte über direkte Begegnungen zwischen Reisenden und Bären an der Straße sind keine Seltenheit; Fahrzeuge sollten deshalb grundsätzlich nicht angehalten und Tiere nicht gefüttert werden. Wer Bären aus sicherer Distanz beobachten möchte, findet im Libearty-Bärenschutzgebiet nahe Zărnești, das mehr als 100 Braunbären aus schlechter Haltung ein neues Zuhause bietet, eine kontrollierte Alternative.
Kulturelle Highlights entlang der Route

Die Region um die Transfagarasan ist eng mit der Dracula-Legende verknüpft. Burg Poenari, einstige Festung von Vlad III. Drăculea und historischer Bezugspunkt der Dracula-Figur, ist nur über einen Aufstieg von rund 1.400 Stufen erreichbar. In Schloss Bran, dem sogenannten Dracula-Schloss, sowie in der Stadt Brașov mit ihrer Schwarzen Kirche lässt sich der Ausflug gut mit einem Städtebesuch verbinden. Die mittelalterliche Altstadt von Sighișoara, Geburtsort von Vlad III. und seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe, liegt ebenfalls in erreichbarer Nähe. Nicht weit von Bukarest entfernt liegt zudem das Kloster Snagov, das in der lokalen Überlieferung als Grabstätte Vlads III. gilt – historisch ist dies allerdings nicht abschließend belegt.
Fahrerlebnis und Sicherheitshinweise
Die Transfagarasan verlangt Autofahrern und Motorradfahrern mit ihren zahlreichen Serpentinen, Steigungen von bis zu 8,6 Prozent und mehreren Hundert Brücken und Viadukten volle Konzentration. Die Straße ist wetterbedingt nur von etwa Juli bis Oktober vollständig geöffnet; von November bis Juni ist sie wegen Schnee und Lawinengefahr meist gesperrt. Vor der Fahrt lohnt sich eine aktuelle Wetter- und Straßenzustandsprüfung, da sich die Öffnungszeiten je nach Witterung verschieben können.
Weiterführende Reisetipps für die Region bieten die Motorradtour-Beschreibung von TimetoRide, ein Reisebericht der WELT sowie Hintergründe zu Rumäniens Dracula-Vermarktung. Wer eine geführte Motorradtour sucht, findet Angebote etwa bei Edelweiss Bike Travel. Weitere Reiseeindrücke liefern Fairaway und ein Reisebericht auf docplayer.org.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die Transfagarasan geöffnet?
In der Regel von Juli bis Oktober. Von November bis Juni ist die Straße meist wegen Schnee gesperrt; die genauen Termine hängen vom Wetter des jeweiligen Jahres ab.
Sollte man Bären an der Straße füttern?
Nein. Füttern lockt Bären gezielt an die Straße und erhöht das Risiko gefährlicher Begegnungen. Fahrzeuge sollten bei Bärensichtungen nicht anhalten.
Wie hoch ist der höchste Punkt der Transfagarasan?
Der höchste Punkt liegt auf 2.042 Metern nahe dem Bâlea-See.
Ist Burg Poenari zu Fuß erreichbar?
Ja, über einen Aufstieg von rund 1.400 Stufen. Festes Schuhwerk und etwas Kondition sind empfehlenswert.
Mehr Infos:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Transfogarascher_Hochstraße
- https://www.welt.de/motor/news/article181378704/Kurvenkarussell-in-den-Karpaten-Panorama-Traumstrasse-Transfagarasan.html
- https://www.timetoride.de/motorradtour-rumaenien-transfagarasan/
- https://www.pnp.de/lokales/landkreis-traunstein/mit-video-oberbayerin-traf-bei-rumaenien-reise-auf-einen-braunbaeren-12118663
- https://www.welt.de/reise/nah/article250769276/Rumaenien-An-dieser-Strasse-in-den-Karpaten-betteln-Baeren-Touristen-an.html
- https://www.edelweissbike.com/de/touren/?c=CEE
- https://docplayer.org/43059974-Rundreise-balkanistan.html
- https://fairaway.de/reisemagazin/transsilvanien-auf-draculas-spuren
- https://www.welt.de/reise/article133932638/Blutrote-Suppe-und-Gruselmusik-auf-Draculas-Spur.html