Rumänien – Die 5 besten Orte, um das Land kennenzulernen

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Rumänien liegt an der Schnittstelle von Mitteleuropa und dem Balkan und hat eine wechselvolle Geschichte, die von Dakern und Römern bis zu Fürsten und Königen reicht. Wer das Land auf einer ersten Reise kennenlernen möchte, findet in diesen fünf Regionen einen guten Einstieg.

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Vor der Fahrt durch Rumänien lohnt ein Blick auf Straßenverhältnisse, Verkehrsregeln und die Mautpflicht: Auf den meisten Straßen ist die elektronische Vignette „Rovinieta“ Pflicht. Sie ist offiziell für 1, 7, 10, 30 oder 60 Tage sowie 12 Monate erhältlich; seit September 2025 gilt ein gestaffeltes Preissystem, das je nach Gültigkeitsdauer reicht. Da sich Preise und Laufzeiten ändern können, lohnt sich vor der Fahrt der Blick auf die aktuellen Tarife. Details dazu liefert mautgebuhren.de.

Fünf Regionen im ÜberblickBukarestParlamentspalastSiebenbürgenDracula & BurgenDonaudeltaUNESCO seit 1991SchwarzmeerküsteMamaia & Vama VecheMaramureșHolzkirchen UNESCO
Fünf Regionen für den Einstieg in Rumänien: Bukarest, Siebenbürgen, Donaudelta, Schwarzmeerküste und Maramureș.

Bukarest

Die Hauptstadt verbindet historische Bausubstanz mit modernem Stadtleben und zählt mit rund 1,8 Millionen Einwohnern (Stand 2025) zu den bevölkerungsreichsten Hauptstädten Südosteuropas. Wahrzeichen ist der Parlamentspalast – nach Angaben der Stadtverwaltung das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt. Das ab 1984 unter Nicolae Ceaușescu errichtete Gebäude verfügt über rund 1.000 Räume und gilt mit einem geschätzten Gewicht von 4,1 Millionen Tonnen als schwerstes Gebäude der Welt; am Bau waren rund 20.000 Arbeiter und 700 Architekten beteiligt. Sehenswert sind außerdem die Altstadt mit ihren Cafés sowie das Nachtleben rund um das historische Zentrum.

Siebenbürgen

Siebenbürgen ist vor allem für die Dracula-Legende um Graf Dracula bekannt, hat aber deutlich mehr zu bieten. Städte wie Sibiu und Brașov liegen umgeben von den Karpaten und verbinden Kultur mit Natur. Sibiu wurde im 12. Jahrhundert von siebenbürgisch-sächsischen Siedlern gegründet, 1191 erstmals urkundlich erwähnt und war 2007 gemeinsam mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas; die gut erhaltene Altstadt zählt heute rund 147.000 Einwohner. Brașov geht auf eine Gründung durch den Deutschen Orden im frühen 13. Jahrhundert unter dem Namen Corona zurück und hat mit rund 250.000 Einwohnern deutlich mehr Einwohner als Sibiu. Neben dem als Dracula-Schloss bekannten Schloss Bran lohnen sich auch die zahlreichen weiteren mittelalterlichen Burgen und Wehrkirchen der Region.

Das Donaudelta

Das Donaudelta zählt zu den größten und am besten erhaltenen Flussdeltas Europas und steht seit 1991 als UNESCO-Biosphärenreservat unter Schutz. Mit einer Fläche von rund 5.800 Quadratkilometern ist es nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Flussdelta Europas; etwa 82 Prozent der Fläche liegen auf rumänischem Gebiet, der Rest in der Ukraine. Nachgewiesen sind hier mehr als 300 Vogelarten und rund 1.800 Pflanzenarten, was das Gebiet zu einem der artenreichsten Feuchtgebiete Europas macht. Zu den Highlights zählen:

  • Bootsfahrten durch die verzweigten Wasserwege
  • Beobachtung seltener Vogelarten, darunter zahlreiche Pelikane
  • Die vielfältige Flora und Fauna des Deltas

Die Schwarzmeerküste

An der rumänischen Schwarzmeerküste lässt sich der Aufenthalt mit Strand und Meer verbinden. Mamaia, das bekannteste Seebad des Landes, liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Siutghiol-See und dem Schwarzen Meer nur wenige Kilometer nördlich von Constanța und bietet einen mehrere Kilometer langen Sandstrand mit flach abfallendem Wasser sowie ein aktives Nachtleben. Die Hauptsaison reicht von Mitte Mai bis Ende September, mit Tagestemperaturen häufig zwischen 25 und 30 Grad. Ruhiger geht es in Vama Veche zu, einem kleinen Ort nahe der bulgarischen Grenze. Entlang der Küste gehören frische Meeresfrüchte zu den kulinarischen Spezialitäten.

Die Maramureș-Region

In Maramureș im Norden Rumäniens sind ländliche Traditionen bis heute lebendig. Acht Holzkirchen der Region – in Bârsana, Budești-Josani, Deșești, Ieud-Deal, Plopiș, Poienile Izei, Rogoz und Șurdești – gehören seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie gehen auf ein historisches Verbot zurück, in Siebenbürgen orthodoxe Kirchen aus Stein zu errichten, und wurden stattdessen kunstvoll aus Buchen-, Eichen-, Tannen- oder Ulmenholz gezimmert. In den Dörfern der Region sind traditionelle Trachten und Bräuche noch Teil des Alltags.

RegionKennzahl
Bukarestca. 1,8 Mio. Einwohner; Parlamentspalast mit ca. 1.000 Räumen, gebaut ab 1984
Siebenbürgen (Sibiu/Brașov)Sibiu ca. 147.000 Einwohner (erstmals erwähnt 1191, Kulturhauptstadt Europas 2007); Brașov ca. 250.000 Einwohner (gegründet frühes 13. Jh.)
Donaudeltaca. 5.800 km², UNESCO-Biosphärenreservat seit 1991, über 300 Vogelarten
Schwarzmeerküste (Mamaia)mehrere Kilometer Sandstrand, Hauptsaison Mitte Mai bis Ende September
Maramureș8 Holzkirchen als UNESCO-Weltkulturerbe seit 1999

Bukarest und Siebenbürgen liegen mit dem Auto oder Zug rund zwei bis drei Stunden auseinander und lassen sich deshalb gut zu einer Route kombinieren. Donaudelta und Schwarzmeerküste liegen dagegen im Osten des Landes und erfordern jeweils zusätzliche Fahrzeit; wer alle fünf Regionen sehen möchte, sollte entsprechend mehr als eine Woche einplanen. Wer weitere Reiseziele sucht, findet eine Übersicht bei den schönsten Reisezielen in Rumänien, praktische Hinweise bei den Reisetipps für Rumänien sowie Informationen zur besten Reisezeit.

Häufig gestellte Fragen

Welche Region eignet sich für einen ersten Rumänien-Besuch?

Bukarest und Siebenbürgen lassen sich gut kombinieren und decken sowohl Stadt- als auch Naturerlebnisse ab. Wer mehr Zeit hat, ergänzt die Reise um Donaudelta oder Schwarzmeerküste.

Ist eine Vignette für Rumänien Pflicht?

Ja, für die Nutzung der meisten Straßen außerhalb der Städte gilt die elektronische Vignette „Rovinieta“, die vorab online erhältlich ist.

Wie erreicht man das Donaudelta?

Ausgangspunkt für Bootstouren ist meist die Stadt Tulcea, die per Auto, Bus oder Bahn erreichbar ist. Von dort starten organisierte Touren in die verschiedenen Kanäle des Deltas.

Was ist an Schloss Bran besonders?

Schloss Bran wird touristisch mit der Dracula-Legende vermarktet, ist historisch aber vor allem als mittelalterliche Grenzfestung zwischen Siebenbürgen und der Walachei von Bedeutung.

Wie viel Zeit sollte man für alle fünf Regionen einplanen?

Für Bukarest und Siebenbürgen reicht meist eine Woche mit kurzen Fahrstrecken zwischen den Zielen. Wer zusätzlich Donaudelta und Schwarzmeerküste im Osten des Landes sowie das abgelegenere Maramureș im Norden besuchen möchte, sollte eher zwei bis drei Wochen oder mehrere getrennte Reisen einplanen.