Die schönsten Reiseziele in Rumänien 2025

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Multimedia im Rumänisch Selbststudium
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Rumänien ist vielen zuerst durch die Dracula-Legende und das sogenannte Dracula-Schloss, Schloss Bran, bekannt. Das Land bietet aber weit mehr: eine vielfältige, zum Teil noch unberührte Natur, dazu eine reiche Geschichte und Kultur, die sich unter anderem auf einer Reise durch die Walachei erleben lässt. Wer noch nicht genau weiß, wohin die Reise gehen soll, findet im Folgenden eine Auswahl der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Naturziele.

Sicherheit auf Reisen in Rumänien

Rumänien gilt grundsätzlich als sicheres Reiseland. Wie in jeder größeren Stadt sollte man sich vor Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl schützen: Wertsachen und wichtige Dokumente bleiben am besten in der Unterkunft, Kopien von Ausweis und Buchungsunterlagen sind eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme – unabhängig vom Reiseland. Auch digitale Sicherheit gehört zur Vorbereitung: Öffentliche WLAN-Netze bergen überall ein gewisses Risiko, weshalb sensible Vorgänge wie Online-Banking besser über die eigene mobile Datenverbindung erledigt werden. Vorsicht ist zudem beim sogenannten Sim-Swapping geboten, bei dem Kriminelle die eigene Mobilfunknummer kapern, um an Zugangscodes zu gelangen. Wer allein unterwegs ist, findet ergänzende Hinweise im Beitrag Praktische Reisetipps für Männer.

Burgen, Schlösser und historische Bauten

Rumänien verfügt über zahlreiche Burgen und Schlösser, die von außen wie von innen beeindrucken.

Schloss Bran (das „Dracula-Schloss“)

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Atia, Bran gallery, CC BY-SA 3.0

Für viele Rumänien-Reisende gehört ein Besuch des Dracula-Schlosses zum Pflichtprogramm. Der Legende nach soll Graf Dracula hier gehaust haben; inzwischen gilt als wahrscheinlich, dass Vlad Țepeș, das historische Vorbild der Figur, das Schloss nie betreten hat. Unabhängig davon ist das Bauwerk architektonisch eindrucksvoll und einen Besuch wert.

Die Moldauklöster in der Bukowina

Die Moldauklöster in der Bukowina stammen überwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ihre bunt bemalten Außenfassaden mit biblischen Szenen sind bis heute erstaunlich gut erhalten und machen die Klöster zu einem der ungewöhnlichsten Kulturziele des Landes. Mehrere von ihnen stehen unter dem Namen „Kirchen der Moldau“ auf der UNESCO-Welterbeliste.

Schloss Peleș

Schloss Peleș bei Sinaia wurde zwischen 1873 und 1914 im Auftrag von König Carol I. im neuromantischen Stil errichtet und gilt als eines der aufwendigsten Schlösser Europas dieser Epoche. Umgeben von Bergen und reich verziert mit Erkern und Holzschnitzereien, zieht es Besucher schon von Weitem an. Öffnungszeiten und Führungen listet die offizielle Seite peles.ro.

Der Parlamentspalast in Bukarest

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Crislia, Old city center Bucharest Bucuresti Romania, CC BY-SA 4.0

Ein Zwischenstopp in der Hauptstadt lohnt sich schon allein wegen des Parlamentspalasts, der mit rund 1.100 Zimmern und einer riesigen Grundfläche zu den größten Verwaltungsgebäuden der Welt zählt. Eine Innenbesichtigung ist nur im Rahmen einer vorab gebuchten Führung möglich. Ganz in der Nähe liegt die Lipscani-Straße, eine historische Fußgängerzone, von der aus sich der Alte Fürstenhof gut zu Fuß erreichen lässt.

Sibiu (Hermannstadt)

Sibiu wurde im 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern, den Siebenbürger Sachsen, gegründet. Das historische Zentrum mit seinen engen Gassen und charakteristischen Dachfenstern zählt zu den besterhaltenen Altstädten Siebenbürgens und ist auch heute noch von diesem Erbe geprägt.

Die Natur Rumäniens

Rumänien zeichnet sich durch eine vielfältige, teils unberührte Natur aus, um die sich auch Legenden ranken – etwa um den Hoia-Wald in Siebenbürgen.

Die Karpaten

karapeten rumänien
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Die Karpaten eignen sich sehr gut für Wanderungen. Dort liegt mit dem 2.544 Meter hohen Moldoveanu auch der höchste Berg Rumäniens. Ebenfalls in den Karpaten verläuft die Transfăgărășan, eine der bekanntesten und zugleich anspruchsvollsten Passstraßen Europas mit steilen Kurven, scharfen Abgründen und einer Steigung auf bis zu 2.034 Meter Höhe. Aus Sicherheitsgründen ist sie in der Regel nur bei Tageslicht und etwa zwischen Juni und Oktober geöffnet – die genauen Termine hängen von der Schneelage ab und sollten vor der Fahrt aktuell geprüft werden.

Wer es ruhiger mag, wählt die weniger steile Transfogarascher Hochstraße am Bâlea-See. Sie führt durch die höchste Bergregion Rumäniens und erschließt weitere Ziele:

  • den Bâlea-Wasserfall
  • das Bâlea-Naturschutzgebiet
  • den Bâlea-See
  • den Vidraru-Stausee mit saisonalen Angeboten für Bootsfahrten und Bungee-Jumping

Das Donaudelta bei Tulcea

Nahe der Stadt Tulcea mündet die Donau in das nach dem Wolgadelta zweitgrößte Flussdelta Europas, bevor sie ins Schwarze Meer fließt. Rund 417.800 Hektar stehen unter dem Schutz des Biosphärenreservats Donaudelta, das seit 1990 diesen Status trägt und mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie die größte Pelikankolonie Europas beherbergt. Kanäle und Flussarme lassen sich per Ruderboot oder traditionellem Holzboot erkunden; das Gebiet steht zudem als „Donaudelta“ auf der UNESCO-Welterbeliste.

Die Schlammvulkane von Berca

Nicht jeder Vulkan spuckt Lava: Die Schlammvulkane von Berca im Kreis Buzău sind Miniatur-Kegel aus kaltem Vulkanismus, die je nach Kegel zwischen einem und acht Meter hoch werden und Schlamm statt Magma fördern. Das seit 1924 geschützte Gebiet lässt sich auf ausgewiesenen Wegen erkunden; festes Schuhwerk, das schmutzig werden darf, ist empfehlenswert.

Rumänien in Zahlen 1873–1914 Bauzeit Schloss Peleș ~1.100 Zimmer im Parlamentspalast 417.800 ha Schutzfläche Donaudelta 2.544 m Höchster Berg: Moldoveanu
Rumänien in Zahlen: Schloss Peleș erbaut 1873–1914, rund 1.100 Zimmer im Parlamentspalast, 417.800 Hektar Schutzfläche im Donaudelta, Moldoveanu als mit 2.544 Metern höchster Berg des Landes.

Diese Auswahl deckt nur einen Teil dessen ab, was Rumänien zu bieten hat. Wer die Reise weiter eingrenzen möchte, findet Orientierung in den Beiträgen zur besten Reisezeit, zu nachhaltigem Reisen in Rumänien und zur Erreichbarkeit unterwegs. Aktive Reisende sollten außerdem einen Blick auf die Packliste im Beitrag Wandern in Rumänien werfen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Schloss Bran vorab buchen?

Ein Ticket lässt sich meist auch vor Ort kaufen, in der Hauptsaison verkürzt eine Online-Buchung im Voraus jedoch die Wartezeit erheblich.

Wann ist die Transfăgărășan geöffnet?

In der Regel zwischen Juni und Oktober, abhängig von der Schneelage. Außerhalb dieser Zeit ist die Passstraße meist gesperrt; aktuelle Informationen gibt es kurz vor der Fahrt bei den zuständigen Straßenbehörden.

Wie viel Zeit sollte ich für das Donaudelta einplanen?

Für einen ersten Eindruck reicht ein Tagesausflug ab Tulcea. Wer mehr von den Kanälen und der Vogelwelt sehen möchte, plant besser zwei bis drei Tage mit Übernachtung in der Region ein.

Sind die Moldauklöster an einem Tag zu besichtigen?

Die bekanntesten Klöster liegen mehrere Autostunden auseinander. Wer mehrere besichtigen möchte, sollte mindestens zwei Tage in der Bukowina einplanen.