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Nach dem Vorbild des Pariser Triumphbogens erbaut
Von der Holzkonstruktion zum Bauwerk aus Stein
Der Triumphbogen im Norden von Bukarest steht in seiner heutigen Form seit 1936 und orientiert sich am Arc de Triomphe in Paris, allerdings deutlich kleiner. Vorläufer aus Holz standen an derselben Stelle bereits seit 1878, als nach dem rumänischen Unabhängigkeitskrieg gegen das Osmanische Reich siegreiche Truppen unter einem provisorischen Bogen einzogen.
1922, nach dem Ersten Weltkrieg, in dem Rumänien auf der Seite der Sieger stand, ersetzte ein größeres, mit Stuck verziertes Provisorium den alten Holzbogen. Für den Entwurf zeichnete der Architekt Petre Antonescu verantwortlich, der mit weiteren bedeutenden Bauten in Bukarest den neorumänischen Baustil mitprägte. Die endgültige, in Stein ausgeführte Fassung nach seinem Entwurf wurde am 1. Dezember 1936 eingeweiht.
Mitwirkende Bildhauer
An den Reliefs und Skulpturen des Bogens wirkten mehrere bekannte rumänische Bildhauer mit, darunter Frederic Storck, Cornel Medrea, Ion Jalea und Dimitrie Paciurea. Von allen stehen auch Werke in anderen Städten Rumäniens.
Architektur und Maße

Der Arcul de Triumf ist rund 27 Meter hoch, die rechteckige Grundfläche misst etwa 25 x 11,5 Meter – gut halb so groß wie der Pariser Arc de Triomphe. Die Bogenöffnung selbst ist etwa 11 Meter hoch und 9,5 Meter breit. Zahlreiche Inschriften und Reliefs zieren die Fassaden.
Sternförmiger Straßenverlauf
Wie beim Vorbild in Paris laufen auch in Bukarest mehrere große Straßen sternförmig auf den Triumphbogen zu, darunter die Șoseaua Kiseleff, der Bulevardul Mareșal Constantin Prezan und der Bulevardul Mareșal Alexandru Averescu. Auch die nach dem Popstar benannte Aleea Michael Jackson im angrenzenden Park führt zum Bogen; sie erinnert an dessen Konzert in Bukarest 1992. Direkt am Triumphbogen liegt außerdem der Kletter- und Abenteuerpark Aventura Park Herăstrău.
Feierlichkeiten
Am 1. Dezember, dem Nationalfeiertag Rumäniens, finden am Arcul de Triumf traditionell Militärparaden statt, mit denen an die Vereinigung Rumäniens von 1918 (Marea Unire) erinnert wird.
Museum im Inneren
Im Triumphbogen befindet sich ein kleines Museum, das allerdings nur zu bestimmten Anlässen geöffnet ist. Zu diesen Terminen sind unter anderem Ausstellungen zur Baugeschichte des Bogens, zum Ersten Weltkrieg und zur Vereinigung von 1918 sowie zu rumänischen Adelsfamilien und Wappenkunde zu sehen; ebenso ist dann der Zugang zur Aussichtsterrasse möglich.
Erreichbarkeit
Der Triumphbogen liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen: Mehrere Buslinien halten an der Haltestelle „Arcul de Triumf“, die Straßenbahnlinie 41 hält in der Nähe an der Haltestelle „Casin“. Direkt am Bogen steht zudem eine Station des Fahrradverleihs I’Velo. Linien und Taktung sollten vor der Fahrt aktuell geprüft werden, da sich Nahverkehrsnetze regelmäßig ändern.
Umgebung: Parcul Regele Mihai I
Direkt an den Triumphbogen grenzt der größte Park Bukarests, der frühere Herăstrău-Park, der seit 2014 offiziell Parcul Regele Mihai I al României heißt.
Natur, Abenteuer und Gastronomie

Der Park bietet mit großen Grünflächen und altem Baumbestand Raum für einen Nachmittag abseits der Stadt: einen Abenteuerpark zum Klettern, einen Spielplatz, eine Eisdiele sowie diverse Restaurants, Bars und Cafés. Auf dem See Lacul Herăstrău werden zudem Bootsfahrten angeboten.
Kultur im Park
Im Park liegen außerdem zwei Freilichtbühnen, eine Bibliothek, ein japanischer Garten, eine Roseninsel sowie das Freilichtmuseum „Muzeul Național al Satului Dimitrie Gusti“, das traditionelle rumänische Bauernhäuser aus verschiedenen Landesteilen zeigt.
Fazit
Der Arcul de Triumf zählt zu den bekannteren Sehenswürdigkeiten Bukarests, ist als öffentliches Denkmal frei zugänglich und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den angrenzenden Park verbinden. Wer weitere Ziele in Bukarest sucht, findet Anregungen bei den Top-7-Ausflugszielen in Bukarest oder in der Altstadt von Bukarest.
Häufig gestellte Fragen
Seit wann steht der heutige Arcul de Triumf?
Die aktuelle Steinfassung wurde am 1. Dezember 1936 nach einem Entwurf von Petre Antonescu eingeweiht. Vorgängerbauten aus Holz und Stuck standen bereits seit 1878 an gleicher Stelle.
Wie groß ist der Triumphbogen im Vergleich zum Pariser Vorbild?
Mit rund 27 Metern Höhe ist er etwa halb so hoch wie der Arc de Triomphe in Paris, der auf 50 Meter kommt.
Kann man das Innere des Triumphbogens besichtigen?
Nur zu bestimmten Anlässen ist das kleine Museum im Inneren samt Aussichtsterrasse geöffnet, etwa rund um den Nationalfeiertag. Reguläre, dauerhafte Öffnungszeiten gibt es nicht.
Was lässt sich mit einem Besuch des Triumphbogens verbinden?
Der angrenzende Parcul Regele Mihai I mit Freilichtmuseum, See und Cafés bietet sich für einen längeren Aufenthalt an. Wer weitere Sehenswürdigkeiten sucht, findet sie etwa beim Parlamentspalast oder beim Snagov-Kloster am Stadtrand.