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Rumänien hat als Land unglaublich viel zu bieten und kann sowohl mit einer langen Geschichte als auch zahlreichen Aktivitäten überzeugen. Bukarest ist dabei für viele Reisende der perfekte Startpunkt, schließlich verfügt die Stadt über den größten Flughafen des Landes. Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken: Eine lebendige Altstadt, einen traumhaften Palast, spannende Museen und einen prachtvollen Konzertsaal.
Man könnte sogar eine ganze Woche in Bukarest verbringen, ohne sich eine einzige Minute langweilen zu müssen. Doch was ist, wenn du nur einen einzigen Tag hast, bevor du den Rest von Rumänien erkunden möchtest? Dieser Artikel stellt die besten Highlights für einen straffen Zeitplan vor. So holst du das Maximum aus einem einzigen Tag heraus.
Sehenswerte Highlights in Bukarest
1. Die lebendige Altstadt
Bukarest verfügt über einen einzigartigen Architekturmix, der sich vor allem in der Altstadt voll und ganz entfaltet. Historische Gebäude reihen sich hier an modern (renovierte) Häuser, während gepflasterte Straßen sich durch den ganzen Stadtteil ziehen. Dabei wirkt alles etwas authentischer und rustikaler als in den anderen historischen Städten Europas.
Insbesondere die belebten kleinen Gassen mit ihren Restaurants und Hotels vermitteln teilweise einen chaotischen Eindruck, verfügen deshalb aber über noch mehr Charme. Die Altstadt ist nicht besonders groß und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Zudem befindet sich dort auch das erste kleine Highlight: Das alte Kloster Stavropoleos.
2. Der riesige Parlamentspalast
Ein kurzer Spaziergang von der Altstadt führt direkt zum Parlamentspalast. Es handelt sich hierbei um ein staatliches Verwaltungsgebäude, das zwischen 1984 und 1997 erbaut wurde (anfangs unter dem Diktator Nicolae Ceaușescu). Abgesehen von seiner offiziellen Funktion als Sitz des Parlaments dient es auch als Museum und Konferenzzentrum.
Der Besuch ist nur über ein Ticket möglich, das je nach Verfügbarkeit ein wenig kostspielig sein kann. Doch die Erfahrung lohnt sich trotzdem allemal, insbesondere für Reisende, die sich für die politische Geschichte des Landes interessieren. Darüber hinaus ist das Gebäude auch im Inneren überaus beeindruckend, wie es sich für einen Palast gehört.
3. Das nationale Kunstmuseum
Der nächste Halt ist nur einen 30-minütigen Spaziergang vom Parlamentspalast entfernt, lohnt sich aber speziell für kulturinteressierte Besucher. Es geht nämlich ins nationale Kunstmuseum von Rumänien (Muzeul Național de Artă). Das alte und imposante Gebäude bietet schon Grund genug für zahlreiche Schnappschüsse, im Inneren gibt es aber noch mehr zu sehen.
Beim Ticketpreis gibt es relativ viele Optionen, je nachdem, welchen Teil des Museums man besuchen möchte. Wer beispielsweise Gemälde und Skulpturen aus dem mittelalterlichen und modernen Rumänien sowie Westeuropa sehen möchte, kann ein entsprechendes Ticket buchen. Sonst bieten sich auch die geführten Touren hervorragend an.
4. Das imposante Athenäum
Für viele Menschen ist das Athenäum (Ateneul Român) das Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich um ein beeindruckendes Konzerthaus, das zwischen 1885 und 1888 erbaut wurde. Das Athenäum dient heute als Hauptsitz der George-Enescu-Philharmonie und ist ohne Zweifel der mit Abstand wichtigste Konzertsaal für klassische Musik in Bukarest.
Noch beeindruckender als die Fassade ist das Innere, beim Bau wurden keine Kosten gescheut. Im Konzertsaal ist ein 75 Meter langes Fresko an der Wand, das die Geschichte Rumäniens zeigt. Anders als viele imposante Bauwerke aus der vergangenen Zeit, wurde das Athenäum über eine große Spendenkampagne der Bevölkerung mitfinanziert.
5. Der Triumphbogen samt anliegendem Park
Etwas weiter nördlich befindet sich der große Triumphbogen (Arcul de Triumf), der nach dem Ersten Weltkrieg errichtet wurde. Zum Vergleich: Der weltbekannte Arc de Triomphe in Paris ist circa doppelt so groß. Doch das macht den Triumphbogen von Bukarest nicht weniger sehenswert. Im Inneren gehen Besucher auf eine kleine Geschichtsreise.
Zudem ist der Triumphbogen auch das Tor zum schönen Stadtpark unter dem etwas langen Namen König-Michael-I.-von-Rumänien-Park (Parcul Regele Mihai I), der bis zum Jahr 2017 noch Herăstrău-Park hieß. Ein Spaziergang durch den Park ist die perfekte Art, den Tag zum Abend hin ausklingen zu lassen. Schließlich hat er rund um die Uhr geöffnet.
Weitere Tipps zur optimalen Vorbereitung
Die Highlights von Bukarest sind innerhalb eines Tages gut machbar, erfordern aber die richtige Vorbereitung. Du musst dich vorab dafür entscheiden, wie viel Zeit du an jedem Ort verbringen möchtest. Zudem kann es sinnvoll sein, während der Hochsaison geführte Touren und sogenannte Skip-The-Line-Tickets zu buchen, um längere Wartezeiten zu vermeiden.
Dabei kann es sein, dass du deine Telefonnummer an Reiseleiter, Fahrer und Organisatoren herausgeben musst. Aber Vorsicht: Betrugsmaschen am Telefon sind heute auch im Urlaub keine Seltenheit mehr. Du solltest also im Zweifelsfall immer eine unbekannte Telefonnummer identifizieren, um deinen Reiseleiter von Telefonbetrügern unterscheiden zu können.
Sonst gilt es, sich beim Bukarest-Städtetrip nicht zu hetzen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Sollte die Zeit womöglich nicht ausreichen, ist es manchmal besser, bewusst auf eine der Stationen zu verzichten. So kannst du im Gegenzug alle anderen Highlights umso mehr genießen. Oder du planst einfach noch einen weiteren Tag in Bukarest ein.
Fazit: Bukarest bietet für einen Tag volles Programm
Ob die lebendige Altstadt oder imposante Gebäude wie der Parlamentspalast und das Konzerthaus, Bukarest hat unglaublich viel zu bieten. Da alle vorgestellten Highlights relativ nah beieinander liegen, lassen sie sich auch an einem einzigen Tag besuchen. Wer fit zu Fuß unterwegs ist, benötigt dabei nicht mal ein öffentliches Verkehrsmittel.