Wissenswertes über Rumänien

In Rumänien läßt sich Geschichte hautnah erleben, seine Traditionen sind noch höchst lebendig und werden liebevoll gepflegt. Zur Bronzezeit 2000 v. Chr. wurden durch die indo-europäischen Thraker im Gebiet des heutigen Rumäniens Metall verarbeitet. Die Geto-Daker folgten 800 v. Chr. Von 700 v. Chr. an beherrschten die Griechen die Schwarzmeer-Küste, bis dann von 29 n. Chr. bis 580 die Römer weite Teile des Landes romanisierten, sich aber zwischenzeitlich mit den freien Dakern  befehdeten und dazu noch mit einfallenden Wandervölkern wie Sarmaten, Markomannen, Kostoboken, Goten, Heruler, Bastarnen Hunnen, Gepiden, Awaren, Slawen und Ungarn herumschlagen mussten. In diese Zeit fiel die politische Zweiteilung des Römischen Reichs, bei der das Gebiet Rumäniens an Byzanz fiel.

Im 7. Jh. wurden in der Moldau und der Walachei die ersten Fürstentümer gegründet. Im 15. und 16. Jh. herrschten die Türken über die Moldau, Walachei und Transsilvanien. Die Fürstentümer waren zwar der Hohen Pforte tributpflichtig, wurden aber nicht besetzt.

Anfang des 18. Jh. kamen Siebenbürgen und die Bucovina unter die Herrschaft von Österreich-Ungarn. 1881 wird Karl von Hohenzollern-Sigmaringen als König Carol I gekrönt. Seinem Eingreifen in den russisch-türkischen Krieg verdankt Rumänien seine Unabhängigkeit. Im Ersten Weltkrieg bleibt Rumänien zunächst neutral, kämpft dann aber doch auf Russlands Seite gegen die Achsen-Mächte.

1940 muß Rumänien die nördliche Bucovina und Bessarabien an die UdSSR abtreten, das nördliche und westliche Transsilvanien an Ungarn und die südliche Dobrudscha an Bulgarien. Nach dem Staatsstreich des Generals Antonescu tritt es in den Krieg gegen die UdSSR ein, 1944 besetzen sowjetische Truppen Rumänien, 1945 wird das Land eine Volksdemokratie, vier Jahre später schließt es sich dem Warschauer Pakt an.

Eine gewaltsame Revolution beendet 1989 die fast ein Vierteljahrhundert währende Diktatur Nicolae Ceau?escus. Sozialisten unter Ion Iliescu nehmen die Zügel in die Hand. 1996 gewinnt Emil Constantinescu die Wahlen und 2000 löst dann Iliescu wieder die bürgerliche Koalition ab.  Die neue sozialdemokratische Minderheitsregierung ist auf einen marktwirtschaftlichen Reformkurs orientiert. 1991 wird Rumänien Vollmitglied im Europarat, in 2003 NATO-Mitglied und ist seit 2007 EU-Mitglied. 2004 wird Traian Basescu zum Staatspräsident gewählt. 2005 bildet eine bürgerliche Koalitions unter Führung der Demokratischen Allianz die Regierung.

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