Maramures

Die Maramures dürfte die ursprünglichste Region Rumäniens sein. Hier messen die Uhren angeblich nicht die Zeit, sondern die Ewigkeit. Zu Recht wird die Maramures auch als lebendiges Museum der guten alten Zeit angesehen. Ferien auf dem Bauernhof in der Maramuresch sind wirklich noch Ferien wie bei uns vor zwei/drei Generationen.

Vor allem die Zimmerleute und die Meister der Holzschnitzerei haben sich in der Region weithin sichtbar verewigt durch die reich geschnitzten Maramurescher Hoftoren und die typischen Holzkirchen mit ihren spitzen Türmen. Wegen der einzigartigen Schönheit und Harmonie der Maßverhältnisse wurden acht der 98 Holzkirchen der Maramures als Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO gestellt. Es sind die Holzkirchen von Barsana, Budesti, Desesti, Ieud, Plopis, Poienile Izei, Rogoz und Surdesti.

Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist der "Fröhliche Friedhof" in Sapanta. Auf den blau gestrichenen Kreuzen ist neben dem farbig ausgemalten Halbportrait des Verstorbenen auch ein pfiffig-ironischer Nachruf als Schüttelreim eingeschnitzt.

Ein einmaliges Erlebnis ist der Ausflug mit der liebevoll "Mocanita" genannten urnostalgischen Schmalspur Dampfbahn durch das Wasser-Tal. Der noch täglich für die Holzabfuhr genutzte Zug schnaubt sich durch die wilde Schönheit des Tals auf der über 60 km langen Strecke mit der atemberaubenden Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h von Viseu de Sus (600m über NN) bis hinauf auf über 1.100 m Höhe. Hier ist jüngst der nach dem Donau-Delta zweitgrößte Nationalpark des Landes aus der Taufe gehoben worden - der Maramures-Gebirge Nationalpark. Gleich südlich davon liegt der Rodna-Gebirge Nationalpark.

Neben so viel Ländlichkeit, Tradition und Natur pur gibt es in der Maramures auch zwei Städte: Sighetu Marmatiei, die alte, und Baia Mare, die neue Hauptstadt der Maramures.

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